Kennst du das Gefühl, dich auf einer Website zu verirren? Du klickst dich durch Seiten, willst zurück, weißt aber nicht mehr genau, wo du eigentlich warst. Genau da kommt die Breadcrumb-Navigation ins Spiel. Sie wirkt unscheinbar – fast wie ein stiller Begleiter im Hintergrund – aber ihr Einfluss auf die Usability und dein Ranking bei Google ist riesig.
Ich erinnere mich noch gut an ein Projekt mit einem kleinen Online-Shop für handgemachte Seifen. Die Inhaberin war stolz auf ihre vielen Kategorien, Unterseiten und Produkte. Aber nach wenigen Klicks waren ihre Besucher oft verloren. Erst durch das Einführen einer klaren Breadcrumb-Navigation fanden sich die Leute wieder besser zurecht – und die Absprungrate sank spürbar.
Was ist eigentlich eine Breadcrumb-Navigation?
Bevor wir tiefer eintauchen: Falls dir der Begriff neu ist – kein Stress. Die Breadcrumb-Navigation (oft auch Brotkrümelnavigation genannt) ist eine sekundäre Navigation auf Webseiten. Sie zeigt dem Nutzer, wo er sich gerade befindet, und wie er dahin gekommen ist. Du findest sie meistens am oberen Rand einer Seite, direkt unter dem Hauptmenü. Sie sieht z. B. so aus:
Startseite > Blog > UX-Design > Breadcrumb-Navigation
Der Begriff kommt übrigens aus dem Märchen von Hänsel und Gretel – die beiden ließen Brotkrumen fallen, um den Weg zurückzufinden. Auf Websites funktioniert das ähnlich: Breadcrumbs zeigen den Rückweg durch die Seitenhierarchie.
Warum ist Breadcrumb-Navigation so hilfreich – auch für SEO?
Was mich an der Breadcrumb-Navigation begeistert, ist die Kombination aus Nutzerfreundlichkeit und SEO-Power. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfache Technik richtig eingesetzt richtig viel bringen kann.
Hier sind drei klare Vorteile, die ich regelmäßig in Kundenprojekten sehe:
1. Bessere Orientierung für deine Besucher
Gerade bei umfangreichen Websites mit vielen Unterseiten hilft eine Breadcrumb-Navigation, die Struktur zu verstehen. Nutzer sehen auf einen Blick, wo sie sind – und können schnell zurückspringen.
2. Weniger Absprünge, längere Verweildauer
Wenn Menschen sich gut zurechtfinden, bleiben sie länger. Sie klicken sich weiter durch deine Inhalte. Das sendet starke positive Signale an Google.
3. Stärkere interne Verlinkung = besseres Ranking
Breadcrumbs verlinken automatisch auf höhere Ebenen deiner Seite. Diese internen Links sind Gold wert – sie helfen Suchmaschinen, deine Seite zu verstehen und sinnvoll zu durchsuchen.
Ein super Nebeneffekt: Auch in den Google-Suchergebnissen kann die Breadcrumb-Navigation angezeigt werden. Statt der langen URL steht dann da zum Beispiel:
Startseite > Blog > UX-Design
Das wirkt aufgeräumt, vertrauenswürdig – und kann die Klickrate erhöhen.
Wann macht Breadcrumb-Navigation wirklich Sinn?
Nicht jede Seite braucht Breadcrumbs. Wenn du nur eine Handvoll Seiten hast – wie bei einer klassischen Webvisitenkarte – dann reicht meist das Hauptmenü.
Sinnvoll ist die Breadcrumb-Navigation vor allem dann, wenn:
deine Seite viele Unterseiten oder Kategorien hat
du Produkte, Dienstleistungen oder Blogartikel hierarchisch sortierst
du Besuchern klare Wege zeigen willst, Inhalte zu entdecken
Ein Beispiel: Eine Gründerin mit einem Coaching-Angebot für Frauen hat neben ihrer Startseite mehrere Unterseiten zu Angeboten, Blogartikeln und Webinaren. Sie hat sich gefragt, wie sie Ordnung reinbekommt – ohne ihr Menü zu überladen. Die Lösung: eine Breadcrumb-Navigation. Seitdem steigen die Zugriffe auf ihre tieferliegenden Seiten deutlich.
Gerade wenn du dabei bist, deine Website als Gründer aufzubauen oder zu überarbeiten, lohnt sich ein Blick auf die Navigation. Warum das so wichtig ist, erfährst du übrigens auch in unserem Beitrag: Warum deine Webseite als Gründer den Unterschied macht.
Wie du Breadcrumbs richtig einsetzt – ohne Schnickschnack
Du brauchst keine riesige Technikabteilung, um Breadcrumbs auf deiner Website umzusetzen. Wenn du ein CMS wie WordPress nutzt, geht das sogar ziemlich einfach – z. B. mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math. Beide bieten integrierte Breadcrumb-Funktionen, die du per Mausklick aktivieren kannst.
Achte bei der Umsetzung auf:
Konsistenz: Die Breadcrumbs sollten immer gleich aussehen und logisch aufgebaut sein.
Sinnvolle Bezeichnung: Nutze klare Begriffe, keine kryptischen Abkürzungen.
Mobilfreundlichkeit: Auf Smartphones sollten Breadcrumbs nicht zu lang sein und gut antippbar sein.
Ein Screenshot deines Frontends mit aktiver Breadcrumb-Navigation kann helfen, dein Design im Blick zu behalten. Ideal als Bildplatzhalter wäre ein Screenshot der Desktop-Version einer Unterseite mit sichtbarer Breadcrumb-Zeile (z. B. über dem Titelbereich).
Wenn du technisch nicht weiterkommst, frag deinen Webdesigner oder deine Agentur. Es ist eine kleine Änderung mit großem Effekt.
Übrigens: Die Breadcrumb-Navigation ist kein Hexenwerk. Aber sie ist ein weiteres Puzzlestück auf dem Weg zu einer Website, die nicht nur schick aussieht, sondern auch funktioniert – für deine Nutzer, für Google, für dich.
Externe Empfehlungen zum Weiterlesen:
Breadcrumb-Navigation in WordPress einbauen – so geht’s
Variante 1: Mit dem Rank Math SEO Plugin (empfohlen)
Das geht schnell und unkompliziert. Rank Math ist eines der besten SEO-Plugins für WordPress – und bringt Breadcrumbs direkt mit.
So aktivierst du die Breadcrumbs:
1. Plugin installieren und aktivieren:
Gehe im WordPress-Dashboard auf Plugins > Installieren und suche nach Rank Math SEO. Installieren, aktivieren, fertig.
Breadcrumbs aktivieren:
2. Gehe zu Rank Math > Allgemeine Einstellungen > Breadcrumbs
Schiebe den Schalter bei „Breadcrumb-Funktion aktivieren“ nach rechts
3. Anzeigestelle festlegen:
Jetzt musst du entscheiden, wo auf deiner Website die Breadcrumbs erscheinen sollen. Viele Themes unterstützen das automatisch – teste das zuerst!
Falls du sie manuell einbauen willst, kannst du diesen Code-Schnipsel an der gewünschten Stelle in dein Theme (z. B. header.php
oder single.php
) einfügen:

Am besten nutzt du dafür ein Child Theme, damit die Änderungen bei Theme-Updates erhalten bleiben.
Design anpassen (optional):
Die Breadcrumbs übernehmen meist das Styling deines Themes. Falls nicht, kannst du per CSS nachhelfen (z. B. Schriftgröße, Farbe, Abstand).
Variante 2: Mit dem Yoast SEO Plugin
Auch Yoast SEO hat eine eingebaute Breadcrumb-Funktion.
So gehst du vor:
1. Yoast installieren & aktivieren:
Gehe zu Plugins > Installieren, suche nach „Yoast SEO“ und installiere es.
2. Breadcrumbs einschalten:
Gehe zu SEO > Darstellung in der Suche > Breadcrumbs
Aktiviere die Option „Breadcrumbs aktivieren“
3. Code einbauen:
Auch hier musst du den folgenden PHP-Code an die gewünschte Stelle in deinem Theme einfügen:

Wieder gilt: Nutze ein Child Theme oder ein entsprechendes Custom Code Plugin.
Mein Tipp für Anfänger
Wenn du dich mit Code nicht wohlfühlst: Nutze Rank Math und ein WordPress-Theme, das Breadcrumbs direkt unterstützt (z. B. Astra, GeneratePress oder Kadence). Dann brauchst du oft gar nichts manuell einzufügen – Rank Math erkennt automatisch, wo es die Navigation anzeigen soll.
Und ganz wichtig: Teste deine Breadcrumbs auf Mobilgeräten, damit sie nicht abgeschnitten oder unleserlich sind.