KI für Website Texte kann dir mehrere Stunden Arbeit abnehmen. Sie kann Ideen sortieren, Überschriften entwickeln, komplizierte Sätze vereinfachen und aus einem leeren Dokument innerhalb weniger Sekunden einen ersten Entwurf machen.
Und trotzdem kennst du vielleicht dieses merkwürdige Gefühl: Der Text ist grammatikalisch korrekt. Er klingt professionell. Eigentlich ist alles da. Aber irgendwie klingt er nicht nach dir.
Statt nach einem echten Unternehmen klingt deine Website plötzlich wie eine Mischung aus Unternehmensbroschüre, Motivationskalender und austauschbarem Werbetext. Überall stehen Formulierungen wie „maßgeschneiderte Lösungen“, „ganzheitlicher Ansatz“ oder „gemeinsam bringen wir dein Unternehmen auf das nächste Level“.
Diese Sätze sind nicht grundsätzlich falsch. Sie sagen nur fast nichts.
Das Problem ist deshalb nicht, dass du KI für Website-Texte verwendest. Das Problem entsteht, wenn du der KI zu wenig von deinem Unternehmen, deinen Kunden und deiner Persönlichkeit mitgibst.
Eine KI kennt deine Kundengespräche nicht. Sie weiß nicht, welche Frage dir Interessenten jede Woche stellen. Sie war nicht dabei, als ein Kunde nach Monaten endlich sagte: „Jetzt verstehe ich zum ersten Mal, wofür ich eigentlich bezahle.“
Genau diese Details machen authentische Website-Texte aus.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du Texte mit ChatGPT erstellen kannst, ohne deine eigene Stimme zu verlieren. Du erfährst, welche Aufgaben sich sinnvoll automatisieren lassen, welche Informationen die KI von dir benötigt und wie du mittelmäßige Entwürfe Schritt für Schritt in glaubwürdige Webtexte verwandelst.
Warum KI für Website Texte oft generisch klingt
Viele Menschen öffnen ein KI-Tool und schreiben einen Satz wie:
„Erstelle mir einen professionellen Text für meine Startseite.“
Technisch gesehen ist das eine klare Aufgabe. Inhaltlich fehlen jedoch fast alle Informationen, die einen guten Website-Text ausmachen.
Die KI weiß nicht, was dein Unternehmen besonders macht. Sie kennt deine Wunschkunden nicht. Sie weiß nicht, ob du eher direkt, humorvoll, ruhig, bodenständig oder technisch auftreten möchtest.
Also greift sie auf Formulierungen zurück, die in vielen ähnlichen Texten funktionieren könnten. Das Ergebnis klingt ordentlich, aber austauschbar.
OpenAI empfiehlt selbst, Prompts klar und konkret zu formulieren, ausreichend Kontext bereitzustellen und Ergebnisse schrittweise zu verfeinern. Ein guter KI-Text entsteht daher selten durch einen einzigen Befehl. Er entwickelt sich in mehreren Arbeitsrunden. Weitere Grundlagen findest du im offiziellen OpenAI-Leitfaden zum Prompting.
Generische Eingaben erzeugen generische Antworten
Stell dir vor, du beauftragst einen Texter mit deiner neuen Startseite. Du sagst ihm lediglich:
„Schreib etwas Professionelles über mein Unternehmen.“
Der Texter würde sofort nachfragen:
Was bietest du an? Für wen? Welches Problem löst du? Warum entscheiden sich Kunden für dich? Welche Einwände hörst du häufig? Wie möchtest du wirken?
Eine KI benötigt im Grunde dieselben Informationen.
Vergleiche diese beiden Prompts:
Schreibe einen professionellen Startseitentext für einen Webdesigner.
Und:
Schreibe den Einstieg für die Startseite eines selbstständigen
Webdesigners am Bodensee.
Zielgruppe sind Handwerksbetriebe mit 5 bis 30 Mitarbeitern,
deren aktuelle Website veraltet ist und kaum Anfragen bringt.
Der Webdesigner erklärt technische Themen einfach, arbeitet
persönlich und bietet keine anonymen Baukastenlösungen an.
Der Text soll direkt, bodenständig und verständlich klingen.
Vermeide Begriffe wie innovativ, ganzheitlich, maßgeschneidert
und digitale Exzellenz.
Beginne mit einem konkreten Problem aus dem Alltag der Zielgruppe.Der zweite Prompt liefert der KI eine Zielgruppe, ein Problem, eine Positionierung, einen gewünschten Ton und klare Grenzen. Dadurch steigt die Chance auf einen brauchbaren Entwurf erheblich.
Deine erste Aufgabe lautet deshalb nicht: Lass die KI schreiben.
Deine erste Aufgabe lautet: Gib ihr etwas, worüber es sich zu schreiben lohnt.
Die KI füllt Wissenslücken mit Durchschnitt
Fehlen konkrete Informationen, erzeugt das System die wahrscheinlich passende Antwort. Das ist hilfreich, wenn du Ideen sammelst. Für deine Positionierung kann es gefährlich sein.
Durchschnittliche Formulierungen führen zu durchschnittlicher Wahrnehmung.
Ein Besucher deiner Website sucht nicht nach dem Anbieter, der „höchste Qualität und besten Service“ verspricht. Das behauptet fast jeder. Er sucht nach Zeichen, dass du sein Problem wirklich verstehst.
Statt:
„Wir bieten individuelle Lösungen für deinen digitalen Erfolg.“
könnte auf der Website eines Webdesigners stehen:
„Deine Website sieht ordentlich aus, aber seit Monaten kommt keine einzige konkrete Anfrage darüber? Dann fehlt wahrscheinlich nicht nur ein neues Design, sondern eine klare Führung vom ersten Klick bis zur Kontaktaufnahme.“
Der zweite Text ist nicht deshalb besser, weil er komplizierter wäre. Er beschreibt eine erkennbare Situation.
Genau solche Situationen musst du der KI liefern.
So bereitest du authentische Website-Texte vor
Bevor du Website-Texte schreiben lässt, solltest du Rohmaterial sammeln. Dabei geht es noch nicht um schöne Sätze. Stichpunkte reichen vollkommen aus.
Je echter dein Ausgangsmaterial ist, desto weniger generisch wird der spätere Text.
Sammle echte Aussagen deiner Kunden
Deine Kunden liefern dir oft die besten Formulierungen. Du findest sie in E-Mails, Kontaktformularen, Bewertungen, Beratungsgesprächen und Supportanfragen.
Notiere beispielsweise:
- Welche Probleme beschreiben Kunden?
- Welche Wörter verwenden sie dafür?
- Wovor haben sie Angst?
- Was haben sie bereits ausprobiert?
- Warum haben sie sich schließlich für dich entschieden?
- Was hat sich nach der Zusammenarbeit verändert?
Ein lokaler Handwerker sagt vermutlich nicht:
„Ich benötige eine strategisch optimierte digitale Präsenz.“
Er sagt vielleicht:
„Meine Website ist zehn Jahre alt und auf dem Handy kaum lesbar.“
Dieser Satz gehört in dein Briefing.
Er klingt menschlich, verständlich und konkret. Gleichzeitig enthält er ein reales Problem, das andere potenzielle Kunden wiedererkennen.
Praxis-Tipp: Öffne fünf ältere Kundenanfragen und kopiere wiederkehrende Aussagen in ein separates Dokument. Markiere Formulierungen, die du selbst niemals so geschrieben hättest. Genau dort findest du häufig die Sprache deiner Zielgruppe.

Definiere deine Markenstimme mit Beispielen
Die Anweisung „Schreibe locker und professionell“ ist zu ungenau. Locker kann humorvoll, salopp, persönlich oder einfach nur unkompliziert bedeuten.
Beschreibe deine Sprache deshalb mit beobachtbaren Regeln.
Zum Beispiel:
Unsere Texte sprechen den Leser mit du an.
Wir verwenden kurze Absätze und erklären Fachbegriffe sofort.
Wir klingen ruhig, direkt und lösungsorientiert.
Wir machen keine übertriebenen Versprechen.
Wir verwenden konkrete Beispiele statt abstrakter Werbesätze.
Wir vermeiden Wörter wie revolutionär, bahnbrechend,
einzigartig, Full Service und Rundum-sorglos-Paket.
Wir dürfen gelegentlich eine kurze persönliche Beobachtung einbauen.Ergänze anschließend zwei oder drei Textbeispiele, die bereits gut nach dir klingen. Das können ältere Blogbeiträge, E-Mails oder Social-Media-Beiträge sein.
Bitte die KI nicht nur darum, den Stil zu kopieren. Lass sie zuerst analysieren, was diesen Stil ausmacht:Unsere Texte sprechen den Leser mit du an. Wir verwenden kurze Absätze und erklären Fachbegriffe sofort. Wir klingen ruhig, direkt und lösungsorientiert. Wir machen keine übertriebenen Versprechen. Wir verwenden konkrete Beispiele statt abstrakter Werbesätze. Wir vermeiden Wörter wie revolutionär, bahnbrechend, einzigartig, Full Service und Rundum-sorglos-Paket. Wir dürfen gelegentlich eine kurze persönliche Beobachtung einbauen.
Analysiere die folgenden drei Texte.
Beschreibe Satzlänge, Wortwahl, Ton, Ansprache, Struktur,
Humor, Fachsprache und typische Formulierungen.
Erstelle daraus einen kompakten Stil-Leitfaden.
Schreibe noch keinen neuen Text.Dieser Zwischenschritt ist wichtig. Du erkennst dadurch, ob die KI deine Sprache richtig verstanden hat, bevor sie eine komplette Seite produziert.
Formuliere eine klare Kernbotschaft
Eine Website kann nicht gleichzeitig über alles sprechen.
Lege für jede Seite eine Hauptbotschaft fest. Die Startseite gibt Orientierung. Eine Leistungsseite erklärt ein bestimmtes Angebot. Eine Über-uns-Seite schafft Vertrauen. Eine Landingpage führt zu einer konkreten Handlung.
Beantworte für jede Seite drei Fragen:
- Was soll der Besucher nach dem Lesen verstehen?
- Was soll er fühlen?
- Was soll er als Nächstes tun?
Für eine Leistungsseite könnte das so aussehen:
👉 Verstehen: Eine professionelle Website ist kein dekoratives Extra, sondern soll qualifizierte Anfragen erleichtern.
👉 Fühlen: Der Besucher soll sich verstanden und nicht technisch überfordert fühlen.
👉 Handeln: Er soll ein unverbindliches Erstgespräch anfragen.
Mit dieser Grundlage kann die KI deutlich zielgerichteter arbeiten.
Eine sinnvolle Ergänzung bietet der Beitrag Call to Action: 9 starke Beispiele, die sofort wirken. Dort erfährst du, wie du aus einem allgemeinen Button wie „Mehr erfahren“ eine konkrete nächste Handlung machst.
KI für Website Texte als Schreibpartner nutzen
Die besten Ergebnisse entstehen, wenn du die KI nicht als vollautomatischen Texter behandelst, sondern als Schreibpartner.
Du lieferst Erfahrung, Haltung und Fachwissen. Die KI hilft dir beim Sortieren, Verdichten und Formulieren.
Arbeite nicht sofort am fertigen Text
Viele Nutzer verlangen im ersten Prompt eine komplette Startseite. Das klingt effizient, führt aber oft zu langen Texten mit schwacher Struktur.
Arbeite besser in Etappen.
Beginne mit der Analyse:
Du bist ein erfahrener Website-Texter. Analysiere die folgenden
Informationen zu meinem Unternehmen. Fasse Zielgruppe, Hauptproblem,
Nutzen, Einwände und Alleinstellungsmerkmale zusammen. Nenne
außerdem Informationen, die für einen überzeugenden Website-Text
noch fehlen. Schreibe noch keinen Website-Text.
Beantworte anschließend die offenen Fragen. Danach lässt du verschiedene Kernbotschaften entwickeln:
Formuliere fünf unterschiedliche Kernbotschaften für die Startseite.
Jede Variante soll höchstens zwei Sätze lang sein.
Verwende konkrete Sprache.
Vermeide allgemeine Qualitätsversprechen.Erst wenn die Richtung stimmt, gehst du an die Seitenstruktur:
Entwickle eine sinnvolle Struktur für die Startseite.
Führe Besucher vom erkannten Problem über das Angebot
und den Vertrauensaufbau bis zur Kontaktaufnahme.
Nenne für jeden Abschnitt:
- das Ziel des Abschnitts
- eine mögliche Überschrift
- die wichtigsten InhalteDanach kannst du jeden Abschnitt einzeln ausarbeiten.
So behältst du die Kontrolle und musst nicht einen kompletten Text retten, dessen Grundidee bereits falsch ist.
Lass dir Varianten statt Wahrheiten geben
KI-Ausgaben wirken häufig endgültiger, als sie sind. Dabei liefert das System lediglich eine mögliche Formulierung.
Fordere deshalb bewusst Alternativen an.
Zum Beispiel:
Erstelle fünf Varianten dieser Überschrift.
Variante 1: direkt und sachlich
Variante 2: emotional
Variante 3: problemorientiert
Variante 4: ergebnisorientiert
Variante 5: ungewöhnlich, aber seriös
Verwende in keiner Variante Superlative.Du musst keine Variante vollständig übernehmen. Oft entsteht der beste Satz, indem du den Einstieg aus Variante zwei mit der Klarheit aus Variante vier kombinierst.
Genau hier liegt deine Aufgabe: auswählen, bewerten und verbessern.
Nutze konkrete Rollen und Situationen
Die Anweisung „Du bist ein professioneller Texter“ hilft nur begrenzt. Aussagekräftiger ist eine Rolle mit klarer Aufgabe und Zielgruppe.
Beispiel:
Du arbeitest als Website-Texter für kleine Dienstleistungsunternehmen.
Deine Leser haben wenig Erfahrung mit Marketing und möchten
schnell verstehen, welchen konkreten Nutzen ein Angebot hat.
Du schreibst kurze Absätze, vermeidest unnötige Fachbegriffe
und belegst Aussagen mit nachvollziehbaren Beispielen.Ergänze anschließend die konkrete Situation:
Der Besucher kommt über eine Google-Suche auf die Seite.
Er vergleicht drei regionale Anbieter und ist unsicher,
ob sich eine neue Website finanziell lohnt.Plötzlich schreibt die KI nicht mehr für eine anonyme Öffentlichkeit. Sie schreibt für einen Menschen in einer bestimmten Entscheidungssituation.

So kannst du generische KI-Texte verbessern
Ein KI-Entwurf ist kein fertiger Website-Text. Er ist Rohmaterial.
Das gilt selbst dann, wenn er auf den ersten Blick gut klingt.
Google erklärt ausdrücklich, dass generative KI bei Recherche und Strukturierung hilfreich sein kann. Automatisch erzeugte Inhalte ohne eigenen Mehrwert können jedoch problematisch werden. Entscheidend sind Genauigkeit, Qualität, Relevanz und ein erkennbarer Nutzen für den Leser. Den vollständigen Rahmen findest du im Google-Leitfaden zu KI-generierten Website-Inhalten.
Streiche austauschbare Werbesätze
Suche in deinem Entwurf nach Aussagen, die genauso auf der Website eines Steuerberaters, Coaches, Fotografen oder Softwareunternehmens stehen könnten.
Typische Beispiele sind:
- Wir stehen für Qualität und Zuverlässigkeit.
- Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt.
- Wir entwickeln individuelle Lösungen.
- Gemeinsam erreichen wir deine Ziele.
- Wir begleiten dich auf dem Weg zum Erfolg.
Frage bei jedem Satz: Was bedeutet das konkret?
Aus „Wir entwickeln individuelle Lösungen“ könnte werden:
„Bevor wir deine Website gestalten, klären wir, welche Leistungen besonders profitabel sind, welche Fragen Kunden vor einer Anfrage stellen und welche Inhalte sie für ihre Entscheidung benötigen.“
Der neue Satz ist länger, aber er zeigt einen nachvollziehbaren Prozess.
Ergänze Beweise und Erfahrungen
KI-Texte klingen oft glatt, weil ihnen Reibung fehlt. Sie beschreiben ein ideales Angebot, aber keine echte Erfahrung.
Ergänze deshalb Dinge, die nur du wissen kannst:
- eine typische Kundenfrage
- einen Fehler, den du häufig beobachtest
- eine überraschende Erkenntnis
- eine konkrete Vorgehensweise
- einen kleinen Misserfolg
- einen Wert, bei dem du keine Kompromisse machst
Beispiel:
Generisch:
„Eine übersichtliche Navigation verbessert die Benutzerfreundlichkeit.“
Persönlicher:
„Ich sehe immer wieder Websites kleiner Unternehmen mit neun Hauptmenüpunkten. Der Betreiber kennt jeden Bereich und findet das logisch. Ein neuer Besucher muss dagegen erst herausfinden, ob sich die gesuchte Leistung unter ‚Lösungen‘, ‚Kompetenzen‘ oder ‚Service‘ versteckt.“
Die zweite Version vermittelt dieselbe fachliche Aussage. Durch die Beobachtung aus der Praxis wirkt sie jedoch glaubwürdiger.
Weitere typische Schwachstellen findest du im Beitrag Die zehn häufigsten Fehler auf Webseiten.
Ersetze Behauptungen durch sichtbare Details
„Wir arbeiten transparent“ ist eine Behauptung.
„Du erhältst vor Projektbeginn einen festen Leistungsumfang, einen Zeitplan und einen Ansprechpartner“ ist ein sichtbares Detail.
„Wir bieten persönlichen Service“ ist eine Behauptung.
„Du besprichst dein Projekt direkt mit der Person, die später deine Website gestaltet“ ist ein sichtbares Detail.
Gehe deinen Text Satz für Satz durch und markiere Wörter wie persönlich, hochwertig, individuell, professionell, nachhaltig oder transparent.
Diese Wörter dürfen vorkommen. Sie sollten jedoch möglichst durch konkrete Informationen erklärt werden.
Lies den Text laut vor
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Test: Lies jeden Abschnitt laut.
Sobald du beim Lesen stolperst, ist ein Satz wahrscheinlich zu lang oder unnötig kompliziert. Wenn du dich bei einer Formulierung fast ein wenig unwohl fühlst, klingt sie vermutlich nicht nach dir.
Frage dich:
Würde ich das einem Kunden im Gespräch genauso sagen?
Falls nicht, formuliere den Satz so um, wie du ihn tatsächlich aussprechen würdest.
Du kannst auch die KI für diese Prüfung nutzen:
Prüfe den folgenden Website-Text auf generische Formulierungen.
Markiere:
1. austauschbare Werbesätze
2. unklare Behauptungen
3. unnötige Fachbegriffe
4. zu lange Sätze
5. Stellen ohne konkreten Nutzen
Schreibe den Text noch nicht um.
Begründe jede Markierung kurz.Danach entscheidest du selbst, welche Änderungen sinnvoll sind.
Authentische Website Texte brauchen menschliche Kontrolle
Eine KI kann überzeugend formulieren und trotzdem sachlich falsch liegen. Sie kann Leistungen ergänzen, die du gar nicht anbietest, Zahlen erfinden oder einen Zusammenhang zu eindeutig darstellen.
Prüfe deshalb jeden Entwurf fachlich.
Das gilt besonders für rechtliche, medizinische, finanzielle und technische Aussagen. Auch Produktdaten, Preise, Öffnungszeiten, Zertifikate und Leistungsversprechen müssen kontrolliert werden.
Achte auf falsche Sicherheit
Ein sprachlich sauberer Satz wirkt schnell glaubwürdig. Seine Formulierung sagt jedoch nichts darüber aus, ob die Aussage korrekt ist.
Prüfe insbesondere:
- genannte Statistiken
- Studien und Quellen
- rechtliche Aussagen
- technische Empfehlungen
- Jahreszahlen
- Produktfunktionen
- vermeintliche Google-Vorgaben
Bitte die KI bei wichtigen Aussagen um Quellen. Öffne die Quellen anschließend selbst und kontrolliere, ob sie die Aussage tatsächlich belegen.
Übernimm keine erfundenen Kundenbeispiele. Nutze echte Fälle oder kennzeichne ein Szenario eindeutig als Beispiel.
Schütze vertrauliche Informationen
Kopiere nicht unüberlegt komplette Kundenmails, Verträge, Zugangsdaten oder personenbezogene Informationen in ein KI-System.
Für die Texterstellung reicht es meistens, Inhalte zu anonymisieren.
Statt:
„Herr Müller von der Müller Haustechnik GmbH in Musterstadt hat uns am 14. Mai geschrieben …“
genügt:
„Ein regionaler Heizungsbetrieb mit rund zehn Mitarbeitern berichtete …“
Entferne Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Projektdaten und andere vertrauliche Angaben, bevor du das Material verwendest.
Lass die KI nicht deine Positionierung erfinden
Deine Positionierung muss aus deinem Angebot, deinen Fähigkeiten und deiner tatsächlichen Arbeitsweise entstehen.
Eine KI kann dir helfen, Unterschiede sichtbar zu machen. Sie sollte dir aber keine Alleinstellungsmerkmale andichten.
Fordere sie stattdessen auf, kritisch zu prüfen:
Analysiere diese fünf Aussagen über mein Unternehmen.
Welche Aussagen sind konkrete Unterschiede?
Welche sind lediglich allgemeine Qualitätsversprechen?
Welche Informationen müsste ich ergänzen, damit die
Positionierung glaubwürdiger wird?Diese Art von Prompt ist oft wertvoller als die Aufforderung: „Finde ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal.“
Fazit: KI soll deine Stimme stärken, nicht ersetzen
KI für Website Texte ist weder eine automatische Abkürzung zu perfekten Inhalten noch eine Gefahr für deine persönliche Sprache. Sie ist zunächst nur ein Werkzeug. Wie überzeugend das Ergebnis wird, hängt davon ab, welche Informationen du bereitstellst und wie sorgfältig du den Entwurf anschließend bearbeitest.
Überlässt du der KI den gesamten Schreibprozess, entstehen schnell Texte, die professionell wirken, aber genauso gut auf hundert anderen Websites stehen könnten. Bringst du dagegen echte Kundenaussagen, persönliche Erfahrungen, konkrete Abläufe und eine klare Haltung ein, kann dir ChatGPT viel Zeit sparen, ohne dass deine Website an Persönlichkeit verliert.
Die wichtigste Aufgabe bleibt deshalb bei dir: Du entscheidest, welche Aussagen wirklich zu deinem Unternehmen passen. Du prüfst Fakten, entfernst leere Werbeversprechen und ergänzt die Details, die kein KI-Tool über deine Arbeit wissen kann.
Nutze die KI zum Strukturieren, Hinterfragen und Verbessern. Lass sie verschiedene Formulierungen entwickeln und komplizierte Abschnitte vereinfachen. Veröffentliche ihre Antworten aber niemals ungeprüft.
Am Ende soll ein Besucher nicht denken: „Das ist ein gut geschriebener KI-Text.“
Er soll denken: „Dieser Anbieter versteht mein Problem.“
Genau dann wird aus einem schnellen Entwurf ein authentischer Website-Text, der Vertrauen aufbaut und Menschen zur Kontaktaufnahme bewegt.
Abschließender Tipp: Bevor du einen KI-Text veröffentlichst, ergänze mindestens eine Beobachtung, eine Erfahrung oder ein konkretes Beispiel, das nur aus deinem eigenen Unternehmensalltag stammen kann. Schon dieses eine Detail kann den Unterschied zwischen austauschbar und glaubwürdig machen.
FAQ zu KI für Website Texte
Kann ich mit ChatGPT Texte für meine Website schreiben?
Ja. ChatGPT eignet sich gut für Ideen, Struktur und erste Entwürfe. Übernimm Texte aber nie ungeprüft. Ergänze eigene Erfahrungen und prüfe alle Inhalte.
Erkennt Google KI-generierte Texte?
Nicht direkt. Google bewertet vor allem Qualität und Nutzen. Schlechte, generische Inhalte können Probleme verursachen – egal ob von KI oder Mensch.
Werden KI-Texte von Google abgestraft?
Nein, nicht automatisch. Entscheidend ist die Qualität. Oberflächliche oder massenhaft erstellte Inhalte können Rankings verlieren.
Darf ich KI-generierte Texte auf meiner Website verwenden?
Ja. Du solltest sie aber überarbeiten, prüfen und mit eigenen Inhalten ergänzen. Achte außerdem auf Urheberrecht und korrekte Aussagen.
Wie formuliere ich einen guten Prompt für Website-Texte?
Sei konkret: Zielgruppe, Problem, Nutzen, Ton und Ziel der Seite. Je klarer dein Prompt, desto besser das Ergebnis.
Schreibe den Einstieg für die Startseite eines selbstständigen
Webdesigners.
Die Zielgruppe sind regionale Handwerksbetriebe, deren veraltete
Website kaum Anfragen erzeugt.
Der Text soll direkt, bodenständig und verständlich klingen.
Beginne mit einem typischen Problem der Zielgruppe.
Vermeide die Begriffe innovativ, maßgeschneidert,
ganzheitlich und digitale Lösungen.
Der Besucher soll anschließend ein unverbindliches
Erstgespräch anfragen.




