Immer mehr Gründer und Selbstständige stehen vor derselben Frage: Soll die eigene Website selbst erstellt werden – oder lohnt es sich, einen professionellen Webdesigner zu beauftragen?
Beide Wege haben ihre Vorteile. Der eine spart Geld und bietet volle Kontrolle, der andere spart Zeit und bringt Erfahrung mit. Entscheidend ist, welche Ziele du mit deiner Website verfolgst.
Eine Website selbst zu erstellen heißt: du übernimmst Planung, Gestaltung und technische Umsetzung in Eigenregie.
Dazu brauchst du drei Grundelemente:
eine Domain (z. B. deinname.de),
und ein Content-Management-System wie WordPress.
Gerade WordPress ist heute der Standard, weil es individuell anpassbar, zukunftssicher und SEO-freundlich ist. Baukastensysteme wie Wix oder Jimdo sind zwar einfacher, stoßen aber schnell an Grenzen – besonders wenn die Website wachsen oder Kunden gewinnen soll.
Mehr über die Unterschiede liest du in unserem Beitrag „WordPress oder Baukasten?“.

Der richtige Einstieg: So funktioniert das Erstellen einer Website Schritt für Schritt
1. Planung: Überlege dir Struktur und Inhalte. Welche Seiten brauchst du, welche Ziele soll die Website erfüllen?
2. Design: Wähle ein modernes Theme (z. B. Astra oder Divi) und ein einheitliches Farb- und Schriftkonzept.
3. Inhalte: Erstelle authentische Texte und hochwertige Bilder.
4. Technik: Installiere WordPress, richte SSL, Sicherheits- und Backup-Plugins ein (siehe unseren Artikel „Warum regelmäßige Wartung unverzichtbar ist“).
5. SEO-Grundlagen: Optimiere jede Seite für ein Fokus-Keyword, z. B. mit Rank Math.
6. Launch & Kontrolle: Prüfe die Website auf allen Geräten, teste Ladezeit, Navigation und Formularfunktionen.

Welche Kenntnisse sind nötig, um eine Website selbst zu machen?
Eine erfolgreiche Website erfordert mehr als nur technisches Verständnis.
Du brauchst:
Grundwissen in SEO, um gefunden zu werden (siehe 13 einfache SEO-Tipps).
Basiskenntnisse in Design, um Farben, Schriften und Abstände harmonisch einzusetzen.
Strategisches Denken, damit deine Besucher den Weg von der Startseite bis zur Kontaktaufnahme intuitiv finden.
Technisches Grundverständnis, um Plugins, Updates und Backups sicher zu managen.
Fehlt eines davon, kannst du es dir mit Online-Kursen oder Tutorials aneignen – oder bestimmte Aufgaben gezielt an Profis auslagern.
Die Vorteile, wenn du deine Website selbst erstellst
Unabhängigkeit: Du weißt, wie deine Website funktioniert und kannst Änderungen selbst umsetzen.
Kostenvorteil: Die Anfangsinvestition ist geringer als bei einer professionellen Agentur.
Lerneffekt: Du verstehst, was gutes Webdesign und SEO wirklich bedeuten.
Flexibilität: Änderungen, neue Seiten oder Blogbeiträge sind sofort umsetzbar.
Persönlicher Bezug: Deine Website spiegelt dich und dein Unternehmen authentisch wider.

Nachteile der Eigenleistung
Zeitaufwand: Design, Inhalte und Technik kosten viele Stunden.
Fehlerquellen: Fehlende Erfahrung kann zu Sicherheits- oder SEO-Problemen führen.
Überforderung: Die Vielfalt an Tools und Entscheidungen ist anfangs groß.
Fehlende Strategie: Ohne klares Konzept bleibt die Website oft eine schöne Hülle ohne Wirkung.
Wann lohnt es sich, einen Webdesigner zu beauftragen?
Wer keine Zeit oder Lust auf die technische Umsetzung hat, sollte einen Webdesigner beauftragen.
Ein Profi bringt Struktur, Design-Erfahrung und SEO-Know-how mit. Gute Webdesigner entwickeln Websites, die nicht nur gut aussehen, sondern auch Besucher in Kunden verwandeln.
Achte bei der Auswahl darauf, dass dein Webdesigner:
deine Zielgruppe versteht,
dir bei Aufbau, Struktur und Texten hilft,
SEO und Ladezeitoptimierung berücksichtigt,
dir eine benutzerfreundliche Oberfläche übergibt,
und nach dem Launch auch Wartung oder Support anbietet.
Siehe dazu auch unseren Beitrag „Was kostet eine professionelle Website?“.
Kosten: Was kostet eine Website vom Profi?
Eine individuell erstellte Website durch eine Agentur oder einen Webdesigner kostet in der Regel:
One-Pager: ab 1.400 € netto
Mehrseitige Website: ab 2.400 € netto
Mit Konzept & SEO-Optimierung: ab 3.000 – 4.000 € netto
Diese Preise spiegeln den Aufwand wider – von Strategie und Design bis hin zur SEO-Struktur.
Eine professionelle Website ist eine langfristige Investition, die sich durch neue Kunden schnell amortisiert.
Mehr dazu liest du im Artikel „Was kostet 2025 eine Website?“.
Vorteile der Zusammenarbeit mit einem Webdesigner
Zeitersparnis: Du konzentrierst dich auf dein Kerngeschäft.
Expertise: Moderne, sichere und SEO-optimierte Umsetzung.
Blick von außen: Objektive Einschätzung und kreative Impulse.
Schnellere Fertigstellung: Durch Erfahrung und eingespielte Prozesse.
Support: Ansprechpartner bei technischen Fragen.
Nachteile:
höhere Kosten,
gewisse Abhängigkeit bei Updates,
Änderungen erfordern oft Rücksprache,
Qualität ist stark von der Agentur abhängig.
Der aktuelle Trend
Immer mehr Selbstständige entscheiden sich, ihre Website selbst zu erstellen – unterstützt durch WordPress-Kurse oder Website-Templates.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit wächst, ebenso der Bedarf, Technik zu verstehen.
Gleichzeitig steigt das Bewusstsein dafür, dass ein professioneller Feinschliff am Ende entscheidend ist, um sichtbar zu werden.
Viele kombinieren daher beides: Selbst umsetzen, aber punktuell Experten hinzuziehen – etwa für SEO, Wartung oder Performance-Optimierung (siehe WordPress Turbo-Tipps).
Fazit: Website selbst erstellen oder Webdesigner beauftragen?
Ob du deine Website selbst machst oder erstellen lässt, hängt von drei Dingen ab: Zeit, Budget und Anspruch.
Wenn du Freude am Lernen hast und deine Marke authentisch präsentieren willst, ist Website selber machen eine gute Wahl.
Wenn du jedoch eine strategisch durchdachte, technisch perfekte Website möchtest, solltest du lieber einen Webdesigner beauftragen.
Am besten ist oft eine Mischung: selbst gestalten, aber Experten für SEO und Struktur hinzuziehen. So profitierst du von beidem – Eigenständigkeit und Professionalität.
FAQ: Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
Wie lange dauert es, eine Website selbst zu erstellen?
Die Dauer hängt stark von deinem Vorwissen und dem Umfang ab. Eine einfache WordPress-Website mit wenigen Seiten kannst du in etwa zwei bis vier Wochen erstellen – vorausgesetzt, du arbeitest regelmäßig daran. Für größere Projekte mit Blog, Onlineshop oder individueller Gestaltung kann der Prozess mehrere Monate dauern. Professionelle Webdesigner schaffen dieselbe Qualität in deutlich kürzerer Zeit, weil sie routinierte Abläufe und Vorlagen nutzen.
Was kostet es, eine Website selbst zu erstellen?
Die reinen Kosten liegen meist zwischen 100 und 400 Euro – für Domain, Hosting, Theme und Plugins. Hinzu kommen eventuell Ausgaben für professionelle Bilder oder Lizenzen.
Im Vergleich dazu liegen die Preise bei einer professionellen Umsetzung durch einen Webdesigner im vierstelligen Bereich, bieten aber dafür eine klar messbare Zeitersparnis und bessere Performance. Eine Übersicht findest du auch im Beitrag „Was kostet 2025 eine Website?“.
Kann man eine selbst erstellte Website später an einen Webdesigner übergeben?
Ja, das ist problemlos möglich – vor allem, wenn du mit WordPress arbeitest. Viele Selbstständige beginnen mit einer eigenen Website und holen sich später Unterstützung für Design, SEO oder Struktur. Wichtig ist, dass du saubere Login-Daten, Backups und klare Dateistrukturen hast, damit der Webdesigner effizient weiterarbeiten kann.
Wie du deine Website optimal pflegst, erfährst du im Artikel „Warum regelmäßige Wartung unverzichtbar ist“.
Welche Fehler machen Einsteiger beim Website selbst Erstellen am häufigsten?
Zu den typischen Fehlern gehören: unklare Seitenstruktur, zu lange Ladezeiten, fehlende SEO-Optimierung, kein einheitliches Design und fehlende Datenschutzseiten (Impressum, DSGVO).
Oft wird auch der Nutzen für den Besucher zu wenig betont – eine Website sollte immer auf die Zielgruppe ausgerichtet sein. Eine kompakte Übersicht dazu findest du in „Die zehn häufigsten Fehler auf Webseiten“.
Was ist besser für SEO: Website selbst machen oder vom Profi erstellen lassen?
Beides kann erfolgreich sein – entscheidend ist, ob SEO von Anfang an berücksichtigt wird. Wenn du dich einarbeitest und Tools wie Rank Math nutzt, kannst du mit einer selbst erstellten Website solide Ergebnisse erzielen.
Ein erfahrener Webdesigner hat jedoch meist ein tieferes Verständnis für technische SEO, Seitenstruktur und Ladezeiten. Ideal ist die Kombination: du erstellst Inhalte selbst, ein Profi kümmert sich um technische SEO und Struktur. Tipps dazu findest du in „SEO selber machen“.














